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zur Erarbeitung der Fortschreibung von "Burg 2020" wurde ein Zukunftsausschuß gebildet,

dessen Vorsitz Frank Hildebrand hat.

Es sind alle interessierten Bürger zur Mitarbeit aufgerufen.

Die Termine der Tagungen werden veröffentlicht

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

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Stellungnahme der Gemeindevertreter Burg

 

 

 

zur Restauration des „Kriegerdenkmales“

 

                                                                                                                                                                                   

 

 

 

 

 

 

 

In der Gemeindevertretersitzung am 04.03.2015 haben die Gemeindevertreter mit Bürgern und Mitgliedern des Gemeindekirchenrates Burg über den Umgang mit dem Denkmal zum Gedenken an die Gefallenen des 1. Weltkrieg diskutiert.

Das Denkmal wurde 1921 neben der Burger Kirche errichtet. Zum Ende des 2. Weltkrieges wurde der Soldat vom Denkmal abgenommen und vergraben. Man befürchtete, dass das Denkmal sonst von den russischen Truppen zerstört wird.

Nach der Wende wurde der Soldat wieder ausgegraben und der Versuch gestartet ihn auf zu arbeiten. Das Ergebnis ist eher verheerend. Derzeit lagert er auf dem Grundstück der Familie Brendel.

Der Gemeindekirchenrat möchte das Denkmal restaurieren lassen. Allerdings so wie es derzeit an der Kirche steht, ohne Soldat.

Nach intensiver Diskussion hat sich die Gemeindevertreter am 21.01.2015 einstimmig, dafür ausgesprochen, dass das Denkmal in seinem ursprünglichen Zustand restauriert werden soll.

In der Sitzung am 04.03.2015 teilten die anwesenden Mitglieder des Kirchengemeinderates mit, dass der Beschluss, das Denkmal ohne Soldat zu restaurieren ebenfalls einstimmig gefasst wurde.

Man ist der Meinung, dass die Entscheidung zu diesem Denkmal 1921 ein Fehler war. Der Soldat erscheint nicht betroffen, sondern „eher trotzig“. „Auf dem Boden diese Stolzes erwuchs der Nationalsozialismus.“

Der Spruch „Der alte Gott lebt noch“ unterstreiche dies.

 

Weiterhin wäre eine vollständige Sanierung aus Kostengründen nicht möglich.

Die Gemeindevertreter können der Argumentation nicht folgen. Welche Gedanken den Bildhauer und den Denkmalausschuss damals bewegt haben, können wir heute nicht wissen. Sicher kann jeder das Denkmal aus seiner Sicht interpretieren. Eine trotzige oder stolze Haltung können die Gemeindevertreter aber nicht sehen. Der Soldat hat den Helm abgenommen und steht erkennbar in Gedenken an seine gefallenen Kameraden mit dem Blick himmelwärts.

Der Spruch „Der alte Gott lebt noch“ ist durchaus als Trost zu verstehen. Nach Tod und Verzweiflung ist vielen der Glaube an Gott verloren gegangen, aber er „lebt noch“ und gibt Hoffnung und Zuversicht.

Man muss die Entstehung des Denkmales im geschichtlichen Kontext der Zeit nachdem 1. Weltkrieg sehen. Es sollte in seinem ursprünglichen Zustand wieder hergestellt werden.

Zu den Kosten ist zu sagen, dass sowohl die Gemeinde Burg, als auch zahlreiche Privatpersonen bereit sind, sich an der Finanzierung zu beteiligen.

Leider ist die Diskussion zwischen Gemeindekirchenrat und Gemeindevertretung festgefahren.

Mit dem Denkmal wird der Gefallenen Soldaten aus Burg gedacht. Deshalb möchten wir anregen, dass sich die Bürger der Gemeinde Burg in die Diskussion einbringen. Es geht um Ihre Vorfahren.

 

 

 

 

 

 

 

Der alte Gott lebt noch

 

 

 

 

Es war eines Sonntags Morgen. Die Sonne schien hell und warm in die Stube; linde erquickliche Lüfte zogen durch die offenen Fenster; im freien unter dem blauen himmel jubilierten die Vögel und die ganze Landschaft, in Grün gekleidet und mit Blumen geschmückt, stand da wie eine Braut an ihrem Ehrentage. Aber während nun draußen überall Freude herrschte, brütete im Hause, in jener Stube, nur Trübsal und trauer. Selbst die Hausfrau, die sonst immer eines heiteren und guten Mutes war, saß heute mitumwölktem Antlitz und mit niedergeschlagenem Blicke da beim Morgenimbiß und sie erhob sich zuletzt, ohne etwas zu essen, vom Sitze, und eine Träne aus dem Auge wischend, eilte sie gegen die Tür zu.

 

 

 

Es schien aber auch in der Tat, als wenn der Fluch auf diesem Hause lastete. Es war Teuerung im Lande, das Gewerbe ging schlecht, die Auflagen wurden immer drückender, das Hauswesen verfiel von Jahr zu Jahr mehr und es war am Ende nichts abzusehen als Armut und Verachtung. Das hatte den Mann, der sonst ein fleißiger und ordentlicher Bürger war, schon seit langer Zeit trübsinnig gemacht, dergestalt, daß er an seinem ferneren Fortkommen verzweifelte und manchmal sogar äußerte, er wolle sich selbst ein Leid antun und seinem elenden und trostlosen Leben ein Ende machen. Da half auch kein Zureden von Seiten seiner Frau, die sonst immer aufgeräumten Sinnes war, und alle Trostgründe seiner Freunde, weltliche und geistliche, verschlugen nichts und machten ihn nur schweigsamer und trübseliger.

 

 

 

Der geneigte Leser wird denken, da sei es kein Wunder gewesen, daß dann zuletzt auch die Frau all ihren Mut und ihre Freude verloren hat. Es hatte aber mit ihrer Traurigkeit eine ganz andere Bewandnis, wie wir bald hören werden. Als der Mann sah, daß auch sein Weib trauerte und nun forteilte, hielt er sie an und sprach: "Ich lass dich nicht aus der Stube, bist du sagst was dir fehle." Sie schwieg noch eine Weile; dann aber tat sie den Mund auf, und indem sie einen tiefen Seufzer holte, sprach sie: "Ach, lieber Mann, es hat mir heute Nacht geträumt unser lieber Herrgott sei gestorben und die lieben Engelein seien ihm zur Leiche gegangen." - "Einfalt!" sagte der Mann; "wie kannst du so etwas Albernes für wahr halten oder auch nur denken? Herzlieb, bedenk doch, Gott kann ja nicht sterben!" Da erheiterte sich plötzlich das Gesicht der guten Frau, und indem sie des Mannes beide Hände erfaßte und zärtlich drückte, sagte sie: "Also lebt er noch, der alte Gott?" - "Ja, freilich!" sprach der Mann; wer wollte denn daran zweifeln?" Da umschlang sie ihn und sah ihn an mit ihren holdseligen Augen, aus denen zuversicht und Friede und Freudigkeit strahlte, und sie sprach: "Ei nun, Herzensmann, wenn der alte gott noch lebt, warum glauben und vertrauen wir denn nicht auf ihn, der unsere Haare gezählt hat und nicht zuläßt, daß eines ohne seinen Willen ausfalle, der die Lilen des Feldes bekleidet und die Sperlinge ernährt und die jungen Raben, die nach Futter schreien?"

 

 

 

Bei diesen Worten geschah es dem Manne, als fielen ihm plötzlich Schuppen vom Auge und als löste sich das Eis, das sich um sein Herz gelegt hatte. Und er lächelte zum ersten Male wieder nach langer Zeit und er dankte seinem frommen, lieben Weibe für die Liust, die sie angewandt, um seinen toten Glauben an Gott zu beleben und das Zutrauen zu ihm hervorzurufen. Und die Sonne schien nun noch freundlicher in die Stube auf das Antlitz zufriedener Menschen und die Lüfte wehten erquicklicher um ihre verklärten Wangen und die Vögel jubilierten noch lauter in den Dank ihrer Herzen gegen Gott

 

 

 

Ludwig Auerbacher Aus einem uralten Lesebuch der katholischen Volkshauptschule Bayerns.

 

Wenn wir im Wohlstand Gott aus unseren Herzen verbannt haben, welche Hoffnung haben wir dann in der Not? Werden wir dann nicht verzweifeln und hassen und großes Blutvergießen anrichten? Was bleibt, wenn scheinbar nichts mehr bleibt? Das Innenleben verkümmert bei immer mehr Menschen und es tritt in der Not besonders stark zutage!


Quelle: http://www.mutev.de/BilderHTMLect/Der%20alte%20Gott%20lebt%20noch.htm

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                           

Gemeinsam für Burg  | info@gemeinsam-fuer-burg.de